Tagesausflug · Leicht, viel Fahrzeit, moderates Gehen

Das Heilige Tal

Das Heilige Tal
Dauer

Ganzer Tag, rund 8 bis 10 Stunden inklusive Transfers

Schwierigkeit

Leicht, viel Fahrzeit, moderates Gehen

Saison

Trockenzeit Mai bis Oktober, ideal September bis November

Für wen

Alle nach ein bis zwei Tagen in Cusco; keine Barrierefreiheit in Pisac

Die Tour

Das Urubamba-Tal, das die Inka Valle Sagrado nannten, verläuft zwischen Pisac auf 2.972 Metern und Ollantaytambo auf 2.792 Metern. Seit 2006 ist es als Kulturerbe eingetragen, und es ist die beste Schule für die Höhe: Wer hier einen Tag unterwegs ist, gewöhnt sich an die dünne Luft, bevor es zu Machu Picchu geht. Die klassische Route führt von Cusco über Pisac, Maras und Moray nach Ollantaytambo und zurück, ein langer, aber lohnender Tag.

Pisac, 33 Kilometer von Cusco, war ein königliches Gut von Pachacútec, errichtet ab etwa 1440. Die Ruinen liegen auf 3.400 bis 3.500 Metern, erreichbar nur über in den Fels gehauene Stufen, und der Blick ins Tal hinunter entschädigt für jeden Schritt. Der Park öffnet um sieben Uhr, der Markt im Ort darunter ist sonntags am größten, dienstags und donnerstags kleiner. Wer zuerst den Park besucht und dann den Markt, hat das Beste aus beiden.

Weiter geht es nach Maras und hinunter zu den Salineras auf 3.200 Metern: rund 4.500 Salzbecken an einem Hang von etwa 20 Grad, die seit der Inka-Zeit genossenschaftlich bewirtschaftet werden, heute von rund 400 Familien über die Firma Marasal. Jedes Becken liefert 150 bis 200 Kilogramm Salz im Monat, die erste Schicht ist Speisesalz, die dritte Industriesalz. Seit 1998 ist die Anlage ein Kulturdenkmal, seit 2019 steht sie auf der Vorschlagsliste der UNESCO. Der Eintritt wird separat von der Gemeinde erhoben und ist nicht im Boleto Turístico enthalten, in der Praxis zahlt man um die zehn bis fünfzehn Sol, am besten bar.

Kurz darauf liegt Moray, sieben Kilometer ab Maras auf 3.480 Metern: mehrere konzentrische Terrassenmulden, die größte rund 30 Meter tief, mit einem Temperaturunterschied von zwölf bis fünfzehn Grad zwischen oben und unten. Die Denkmalbehörde bezeichnet die Anlage als landwirtschaftliches Versuchszentrum mit zeremonieller Vorgeschichte. Am Ende des Tages wartet Ollantaytambo, das königliche Gut Pachacútécs mit dem unvollendeten Sonnentempel, der Mauer der sechs Monolithen, und dem originalen Straßenraster, in dem die Menschen bis heute wohnen. Von hier fährt am nächsten Morgen der Zug nach Aguas Calientes und hinauf zu Machu Picchu. Für die drei Parks lohnt der Boleto Turístico del Cusco für 130 Sol, zehn Tage gültig, sechzehn Stätten, oder der Teilbogen für das Heilige Tal für 70 Sol. Die Ticketbehörde COSITUC listet alle sechzehn Stätten und die gültigen Tarife des Boleto Turístico.

Warnung des Kartographen

Die Tour bewegt sich auf 2.800 bis 3.500 Metern, Moray ist der höchste Punkt. Wer aus Cusco kommt, sollte sich vorher mindestens einen Tag akklimatisieren, bei Kopfschmerz oder Übelkeit viel trinken und langsam gehen. Die Straßen im Tal sind kurvig, ein erfahrener Fahrer ist Pflicht, Überholmanöver vermeiden. In der Regenzeit von Dezember bis März drohen Erdrutsche, dann früh losfahren und die Wetterlage prüfen. An den Ruinen die Wege nicht verlassen, die Terrassen sind alt und die Abstürze echt. In Pisac gibt es keinen barrierefreien Zugang, das gilt es vorher zu wissen. Salineras: die Beckenränder sind glitschig vom Salz, nicht hinaufsteigen. Notruf 112, ansonsten hilft der Guide.

Bildtafeln

Vogelperspektive auf Machu Picchu und die Urubamba-Schlucht, historische Fotografie von 1912
TAFEL N° 1 · Archiv: Machu Picchu und die Urubamba-Schlucht aus der Vogelperspektive, Aufnahme Hiram Bingham, Yale Peruvian Expedition, 1912 · Wikimedia Commons, Public Domain

Was mitnehmen

  • Boleto Turístico del Cusco oder Bargeld für die Einzel­tickets
  • Kleine Sol-Beträge für die Salineras, dort wird bar kassiert
  • Wasser, mindestens ein Liter pro Person
  • Sonnenschutz und Hut, auf 3.500 Metern brennt die Sonne
  • Warme Schicht für den Abend, die Nächte sind kalt
  • Bequeme Schuhe für die Stufen von Pisac
  • Snacks, die Mittagspause in Urubamba ist Teil des Tages

Geprüft am 2026-08-02

Quellen

  • COSITUC: Boleto Turístico del Cusco, Tarife und Stätten
  • DDC Cusco: Parque Arqueológico de Pisaq, Moray und Ollantaytambo
  • Ministerio de Cultura: Salineras de Maras, Lista Indicativa, UNESCO
  • Andina, 08.08.2024: Besucherzahlen und Abendöffnung der Salineras
  • SENAMHI 1991–2020: Klimadaten Pisac, über Wikipedia
  • Wikipedia (en): Sacred Valley, Pisac, Moray, Salt Mines of Maras, Ollantaytambo
  • Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise Peru

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