Stadtspaziergang · Leicht bis mittel, die Höhe verlangsamt jeden

Cusco-Altstadt: Qorikancha, San Blas und Sacsayhuamán

Cusco-Altstadt: Qorikancha, San Blas und Sacsayhuamán
Dauer

3 bis 5 Stunden, rund 5 Kilometer mit steilen Anstiegen

Schwierigkeit

Leicht bis mittel, die Höhe verlangsamt jeden

Saison

Trockenzeit April bis September, gut auch Oktober bis November

Für wen

Alle, nach ein bis zwei Tagen Akklimatisierung

Die Tour

Cusco liegt auf 3.399 Metern, und das spürt man bei jedem Anstieg. Die Stadt war das Herz des Inka-Reiches, seit 1983 ist sie Welterbe der UNESCO, und ihre Mauern erzählen von zwei Epochen, die sich übereinanderlegen. Nirgendwo wird das deutlicher als an der Qorikancha, dem Sonnentempel. Die polygonalen Inka-Mauern aus dem 15. Jahrhundert überstanden die Erdbeben von 1650 und 1950 unbeschadet, während die spanische Kirche Santo Domingo, die man direkt auf die Fundamente setzte, zweimal Schaden nahm. Der Tempel selbst ist nicht im Boleto Turístico enthalten, das Ticket kostet um die 15 Sol, das unterirdische Site-Museum gegenüber dagegen gehört zum Boleto, Circuit II.

Von der Plaza de Armas führt der Weg ins Künstlerviertel San Blas, 430 Meter nordöstlich des Zentrums und ein guter Aufstieg. Die Handwerker von San Blas arbeiten seit Generationen mit Holz und Stein, und ihre Werkstätten öffnen ihre Türen, wer mag, schaut zu. Weiter hinauf, zwei Kilometer nördlich der Stadt, liegt Sacsayhuamán auf 3.701 Metern: die gewaltigen Festungsmauern mit Steinen von mehreren Tonnen Gewicht, gefügt ohne Mörtel. Der Eintritt ist nur über den Boleto Turístico möglich, ein Einzelticket gibt es nicht. Ein Stück weiter steht der Cristo Blanco auf 3.600 Metern, eine acht Meter hohe Statue aus dem Jahr 1945, Geschenk der arabisch-palästinensischen Gemeinde, und von hier hat man Cusco zu Füßen.

Wer die Geschichte der Stadt in Gegenständen sehen will, geht ins Museo Casa Concha in der Calle Santa Catalina Ancha. Dort liegen die 360 Inka-Stücke aus den Grabungen von Hiram Bingham, die Yale über hundert Jahre behalten hatte und 2011 und 2012 zurückgab. Ausländer zahlen 20 Sol, Studierende die Hälfte.

Für den Tag lohnt der Boleto Turístico del Cusco für 130 Sol, zehn Tage gültig, sechzehn Stätten in drei Circuits, gekauft wird er nur vor Ort am Schalter in der Av. El Sol 103 oder an den Stätten selbst, online geht es nicht. Studierende zwischen 18 und 25 mit ISIC-Karte zahlen 70 Sol. Cusco trägt übrigens den Ruf, die höchste gemessene UV-Belastung aller bewohnten Orte der Erde zu haben, gemessen im Jahr 2006. Der Hut ist keine Mode, sondern Schutz.

Warnung des Kartographen

Die Höhenlage von 3.399 bis 3.701 Metern ist der wichtigste Sicherheitsfaktor. An den ersten ein bis zwei Tagen nur die flache Innenstadtrunde gehen, langsam, viel trinken, bei anhaltender Übelkeit absteigen. Die Anstiege nach San Blas und Sacsayhuamán sind konditionell fordernd, Pausen einplanen. Nur offizielle Taxis oder App-Dienste wie Uber nutzen, niemals Straßentaxis, das Auswärtige Amt warnt vor Überfällen und manipulierten Taxametern. An den Ruinen die Wege nicht verlassen. Die UV-Strahlung ist extrem, Sonnenschutz mit LSF 50 ist Pflicht. In der Regenzeit von Dezember bis März können Erdrutsche Straßen blockieren. Notruf 112.

Bildtafeln

Panorama von Cusco um 1900 mit Tal und Gebirgsrahmen, historische Fotografie
TAFEL N° 1 · Archiv: Panorama von Cusco, Aufnahme Max Uhle, um 1900 · Wikimedia Commons, Public Domain

Was mitnehmen

  • Boleto Turístico del Cusco, ohne ihn geht in Sacsayhuamán nichts
  • Bargeld in Sol für Qorikancha und Museo Casa Concha
  • Wasser, in der Höhe ist Durst ein schlechter Ratgeber
  • Hut und Sonnenschutz LSF 50, die UV-Strahlung ist extrem
  • Warme Schicht, die Abende sind kalt, im Juli gibt es Nachtfrost
  • Bequeme Schuhe mit Profil für die Stufen von Sacsayhuamán

Geprüft am 2026-08-02

Quellen

  • COSITUC: Boleto Turístico del Cusco, Tarife und Stätten
  • UNESCO: City of Cuzco, Liste 273, Einschreibung 1983
  • Wikipedia (de): Coricancha; Wikipedia (en): Cusco, Sacsayhuamán, Cristo Blanco
  • Machupicchu Terra: Museen und Tempel in Cusco
  • Yale News, 04.06.2015: Rückgabe der Machu-Picchu-Artefakte
  • Auswärtiges Amt: Reise- und Sicherheitshinweise Peru

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